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Dienstag, 27. Januar 2015

Der Hellseher

Betr.: "pegida". 


Ja Servus,

offenbar haben seit dem Auftreten der diversen "-ida"s die Übergriffe auf Migranten und Flüchtlinge signifikant zugenommen.  [IRONIE ON] (Vorsicht, Lügenpresse!) [IRONIE OFF].

Kein Wunder: bei dem, was man heute so alles sagen darf, trauen sich eben mehr Fremdenfeinde aus ihren Löchern. Nein - die entstehen nicht neu, sondern die waren schon immer da. Und die trauen sich jetzt was, weil sie nicht mehr automatisch der NPD (bäh bäh) zugeschlagen werden. Sondern sich als Demokraten fühlen können. Was ein Sozialdemokrat (Buschkowsky, Sarrazin) oder ein "Christ "(Steinbach, Seehofer, Koch) so sagen, kann ja sooo falsch nicht sein!

"pegida" und AfD sind nicht Ursache - sondern Wirkung. Deshalb macht es auch keinen Sinn, die AfD zu bekämpfen. Oder "pegida". Es geht um das Denken dieser Leute. Die Hetze der Anführer und die Ängste der Mitläufer. Das einzige, was hilft, ist Aufklärung.

[IRONIE ON] Vielen Dank [IRONIE OFF] an die Riege der "Vordenker", "Tabubrecher" und "Kämpfer gegen Denkverbote", die da wären:
- Dieter STEIN
- Manfred KLEINE-HARTLAGE
- André LICHTSCHLAG
- Götz KUBITSCHEK
- Ellen KOSITZA
- Felix MENZEL
- Stefan HERRE
- Michael STÜRZENBERGER
- "kewil"
- Hendryk M. BRODER
- Alexander KISSLER
- Erika STEINBACH
- Thilo SARRAZIN
- Heinz BUSCHKOWSKY
- Horst SEEHOFER
- Roland KOCH
- Birgit KELLE
und noch so einige andere. Sie haben es echt weit gebracht!

Schau an: und ich dachte immer, in einem sozialistischen Staat, in dem sich ja bei uns viele wähnen, wäre die Freie Meinungsäußerung eingeschränkt. Von wegen "das wird man ja wohl noch sagen dürfen". Die Genannten durften nämlich bislang echt ALLES sagen. 

Sei's drum: wir halten es mit einem, der das Auftauchen von "perfida" "pegida" offenbar schon vor Jahrhunderten vorausgesehen hat.



In diesem Sinne

So long

Der Falke


Sonntag, 1. September 2013

"Wir leben im Sozialismus"

WIE WEIT RECHTS steht man eigentlich, wenn man überall nur "Linke" sieht?!?


"Es ist erschreckend, wie schnell man vom Nationalkonservativismus zur Menschenverachtung kommt."


Ja Servus,

da fiel uns ja echt der Unterschnabel runter, als wir uns das im privaten Umfeld anhören mußten: in Deutschland würde man im Sozialismus leben. Aha!

Na danke, das hatten wir bislang noch gar nicht gewußt. Endlich wurden uns die Augen geöffnet. 

Stimmt, wir haben uns mal umgeschaut: 
  • die Aktiengesellschaften werden verstaatlicht, mithin auch die Produktionsmittel enteignet und in Staatsbesitz überführt, 
  • linksanarchistische Gruppen marodieren durchs Land und verüben politisch motivierte Anschläge auf Wirtschaftsführer und Produktionsstätten, 
  • Myriaden von Langzeitarbeitslosen und HartzIV-Aufstockern blockieren Autobahnen und Bahnschienen und fordern die permanente Revolution à la TROTZKI
  • Märkte und Aktienbörsen werden geschlossen und die Verteilung der Güter staatlicherseits organisiert, 
  • Bänker zerreißen ihre Millionenverträge und freuen sich auf ihre Beamtenbezüge,
  • BWL und VWL als Studienfach sind abgeschafft
  • wer Philosophie studiert, muß Marx auswendig lernen
  • Frau Merkel tritt der "Linken" bei
und so weiter und so fort. Sozialismus pur, wohin man schaut. Völlig richtig. 

Natürlich nicht!

Die Frage ist daher, wo das kürzlich verstorbene CDU-Mitglied Friedrich Wilhelm SIEBEKE den "Linkstrend" in der Gesellschaft gesehen hat, so daß er seine "Aktion Linkstrend stoppen" aus der Taufe hob. Man soll ja nichts schlechtes über Verstorbene sagen, auch nicht in der Politik. Aber so ganz klar kann er die Realitäten in diesem unseren Lande nicht mehr gesehen haben.


Wollte den "Linkstrend" der CDU stoppen: Friedrich-Wilhelm Siebeke (1922 - 2013)
Bildquelle: jungefreiheit.de (ja, genau die!)

Denn wenn es wirklich einen Linkstrend geben würde, dann
  • würden wir keine Diskussion über einen Mindestlohn führen, sondern hätten ihn längst
  • hätte der Aufschwung der Zeitarbeitsfirmen wohl kaum stattgefunden
  • hätte es keine derart massive Verlagerung der Arbeitsplätze weg vom Vollzeitjob hinein in den Niedriglohnsektor gegeben
  • würde niemand, der 8 Stunden täglich arbeitet, auch noch staatliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen, um auf einem gewissen Mindestniveau an der Gesellschaft teilhaben zu können
  • würde niemand, der 45 Jahre in die Rentenversicherung einzahlt, Sorge haben, daß seine Rente nicht reicht
  • würden wir keine Diskussion um die Ausbeutung von deutschen und ausländischen Arbeitskräften mit der Zweckentfremdung von Werkverträgen führen
  • würde wohl niemand freiwillig am hellichten Tag Flaschen aus Mülleimern in Fußgängerzonen klauben
  • wäre es wohl kaum möglich, sich bei einer Regierungspartei ein Gesetz zur Mehrwertsteuerermäßigung zu kaufen
  • wären die vielen Bundesgesetze, die Lasten des Bundeshaushalts auf Länder und Kommunen verschieben, wohl kaum erlassen worden
  • hätten alleinerziehende Frauen wohl kaum Probleme, ihre Kinder in eine qualifizierte Betreuung zu geben, so daß sie das Gemeinwohl durch ihre "Werktätigkeit" stärken können
  • hätten wir keine Zwei- und beginnende Drei-Klassen-Medizin
  • hätten wir kein Schulsystem, welches die Aufstiegsmöglichkeiten seit Jahren vom Bildungsniveau des Elternhauses abhängig macht
  • wären wir wohl nicht bei der Weltmeisterschaft im Rüstungsexport auf Platz 3 gelandet
  • wäre die Lage in der deutschen Alten- und Krankenpflege nicht so sehr vom persönlichen Engagement unterbezahlter und überlasteter Pflegekräfte abhängig
  • wären unsere Erzieher bzw Erzieherinnen in den Kindergärten und Tagesstätten nicht so gnadenlos unterbezahlt
  • wäre die Kommission, die die Medikamentenpreise festlegt, die die gesetzlichen Krankenkassen zahlen müssen, wohl kaum zu 51% von der Pharmaindustrie besetzt
  • und und und und und...

Soviel dazu. Da erschließt sich ja noch viel mehr von selbst. Man muß nur mal hinschauen. 
Und vielleicht auch einfach mal auf dem Weg zur Arbeit - vom Anwesen zur Anwaltskanzlei - einen Umweg fahren. Vielleicht mal aus Mettmann oder Ratingen raus, hin zum Konrad-Adenauer-Platz (!) in Düsseldorf - da ist nämlich der Hauptbahnhof. Oder sich mal eine halbe Stunde bei NETTO auf den Parkplatz stellen und zusehen, wer da was und wieviel einkauft. Oder sich auf einen Chickendöner mit Bulgur in der 2a- oder 2b-Immobilienlage hinsetzen und den Leuten zuschauen, die vorbeigehen. 
Warum also gründet man als CDU-Mann eine derartige Bewegung? Warum sieht man einen "Trend", den der eigene Generalsekretär als "absurd" bezeichnet? Wir wissen es nicht.

Was wir aber wissen, ist, daß die Grenzen nach ganz weit rechts offenbar fließend sind. Denn die "Neue Rechte", die unseres Erachtens nach weitestgehend außerhalb des demokratischen Spektrums angesiedelt ist, ist weiter auf ihrem Weg in die Mitte der Gesellschaft. Geschützt von der oft demonstrativ positiven oder zumindest neutralen Haltung zu Israel, was sie auf den ersten Blick unverdächtig macht und eine einlullende Wirkung hat. Und was so ziemlich das einzige ist, was sie von der NPD unterscheidet. In fast allen anderen politischen Positionen herrscht eine frappierende Übereinstimmung zwischen "Neue Rechte" und den Ewiggestrigen. 

Denn man hat erkannt, daß Judenfeindlichkeit abschreckt und nicht mehrheitsfähig ist. Also baut man jetzt am intellektuellen Überbau eines Rechtsextremismus 2.0, der ohne biologistische Komponente und Rassismus auskommt, und statt dessen kulturelle Unterschiede betont. Das Ergebnis ist aber das Gleiche: "Ausländer raus!".
"Früher hieß das 'Ausländer raus', und kam aus der Gosse.
Heute heißt das 'Islamkritik', und kommt von ganz oben."
- Hagen Rether, 2007 

Aktuell ist auf der Webseite der "Aktion Linkstrend stoppen" neben den vielen Nachrufen auf Siebeke noch der Hinweis auf eine Veranstaltung des sächsischen Arms der "Aktion Linkstrend stoppen" zu sehen, zu der Felix MENZEL im vergangenen Juli erwartet wurde.
Felix Menzel gilt als Vertreter des libertären Arms der "Neuen Rechten", und hat oft Mühe, sich von der direkten Nähe zum Rechtsextremismus zu distanzieren. Er bezeichnet sich jedoch selbst als "neurechts" und wurde schon wg Beleidigung der GRÜNEN-Vorsitzenden Claudia ROTH verurteilt. Strafrechtlich. 


Screenshot vom 01.09.2013

Menzel kommt die gleiche Scharnierfunktion zum Rechtsextremismus zu wie der Rechtspostille "Junge Freiheit" oder den einschlägigen Online-Magazinen wie "eigentümlich frei", den Publikationen eines Manfred KLEINE-HARTLAGE oder eines Götz KUBITSCHEK (dessen Postille sich bezeichnenderweise "Sezession" nennt). Dazu gesellt sich auch der Thinktank "Studienzentrum Weikersheim", welcher weiland noch von dem aufrechten Marine(hin)richter Hans FILBINGER (CDU!) gegründet wurde. Und der auf der Homepage der "Aktion Linkstrend stoppen" verlinkt ist.
Daß sich beim Studienzentrum Weikersheim bis 1995 der Neonazi Ulli Boldt als Leiter der Jugendgruppe ideologisch sehr wohl fühlte, daran scheint sich niemand zu stören. Und daß in den aktuellen "Zielen" die ganzen alten Schlager von der Zuwanderung in die Sozialsysteme gesungen werden, und man sich über die Abtreibung aufregt, wo doch die Bevölkerungszahl der Deutschen abnimmt, auch nicht. DAS also soll Konservatismus sein...soso. 

Screenshot: aus den "Zielen" des Studienzentrums Weikersheim. 
Klingt wie bei der NPD, nur intellektueller


Chef des famosen Studienzentrums war von 2001 bis 2003 Klaus HORNUNG. Der Hornung, der noch 1995 die von Rechtsextremismus und Neonazismus ausgehenden Gefahren für eine "Erfindung linker Publizisten" hielt. Zu der Zeit saß der spätere NSU-Terrorist Uwe Mundlos in einer Bundeswehr-Arrestzelle und wurde wegen seiner offensichtlichen politischen Motivation bereits vom MAD vernommen. Für den ersten Mord im September 2000 brauchte Mundlos da nur noch 5 Jahre. Die Straftaten und Auffälligkeiten bis dahin lassen wir mal unberücksichtigt. 

So kann man sich irren, Herr Hornung...
uns wäre aber lieber gewesen, Sie hätten sich NICHT geirrt. 

Felix Menzel selbst  spielt mit Begriffen wie "identitär", ohne jegliche Abgrenzung zu den "Identitären Bewegungen" in Deutschland und Frankreich, an deren Spitze glasharte Rassisten stehen. Im Gegenteil, es gibt Hinweise, daß Menzel selbst dort mitmischt.

Und sein Freund Kleine-Hartlage schreibt seit kurzem auch für den Hetzblog "Politically Incorrect", der eigentlich mal als Fanblog für George W. BUSH gestartet war. Heute aber wettert man dort gegen alles, was "Islam" ist oder sein könnte, gegen Grüne, "Linke" (übrigens parteiübergreifend), gegen Sinti und Roma (die man aber konsequent nur "Zigeuner" nennt), gegen Schwule (nanu...man kritisiert aber "die Muslime" hart  für ihren Umgang mit Schwulen), gegen den Klimawandel, FÜR Atomenergie und gegen Einwanderer allgemein. Zumindest gegen die mit dunklen Augen. 

Und man vergreift sich oft im Ton, vor allem in den Kommentarspalten. Ein regelrechter rassistischer Mob tummelt sich da, um das Wort von Stefan Niggemeier aufzugreifen. Beleidigungen sind noch das wenigste. Man generiert auch Mordaufrufe, oder nimmt sie zumindest billigend in Kauf. Und man läßt mit "Michael Mannheimer" einen verurteilten Volksverhetzer als Autoren zu ... dieser gilt sogar als "intellektueller Vorturner". Wenngleich das wohl eher ein Armutszeugnis ist ... wenn ausgerechnet DER da als intellektuell gilt...

Und nicht nur das.

Autor Michael STÜRZENBERGER, ein Ex-CSU-Mitglied (!), zitiert als Referenz für seine Pamphlete die Holocaustleugner-Postille "Nonkonformist", das NPD-Hausblatt "Deutsche Stimme" oder auch mal den verstorbenen Historiker Werner MASER, der selbst von der konservativen "WELT" in die Nähe des Holocaustleugners David IRVING gerückt wird. So daß man sich fragen muß, was dieser Stürzenberger so alles liest, daß er das a) präsent hat und b) als Quelle nutzt. 

"PI" trommelt auch für die rückwärtskatholische und frauen- und judenfeindliche Piusbruderschaft. Und mehr als einmal erschienen zeit- und themengleich Artikel "Pro Piusbruderschaft" auf Politically Incorrect und dem inzwischen geschlossenen Hetzblog "kreuz.net". Für den nachgewiesenermaßen auch NPD-Mitglieder und verurteilte Holocaustleugner schrieben. 
Besonders der offenbar völlig durchgeknallte PI-Autor "kewil" bedient den ganz ganz rechten Rand: er relativiert immer wieder die NSU-Verbrechen und veröffentlicht sogar Artikel, 
  • wonach Schwarzafrikaner korrupt sind, weil sie schwarz sind (aha...mal gut, daß es im "weißen" Europa keine Korruption gibt)
  • daß in den USA zuwenig "weiße Babies" geboren werden und er sich um "unser weißes Amerika" sorgt (Amerika war ja schon immer weiß...quasi schon in der Bronzezeit, gelle...)
  • daß der Nachfolger von "Peter PARKER" im neuen Spiderman-Comic kein Weißer mehr ist...sondern ein Mischling aus Schwarzer und Latino (unerhört!). 
Und zu allem Überfluß spricht er Juden die Fähigkeit ab, eine andere Staatsangehörigkeit zu haben als die israelische. Das alles haben wir hier aber bereits bis zur Erschöpfung  dargelegt.  

Politically Incorrect...das ist Rassismus durch die Hintertür (oft auch durch die Vordertür!), aber genauso klar und rein wie bei Hans F. K. GÜNTHER...dem Autoren der Nürnberger Rassegesetze (!). Bei dem Herr SARRAZIN (SPD!) übrigens für sein famoses "Deutschland schafft sich ab" abgekupfert hat. Nachweislich. 

Siebeke selbst schließlich war lange Zeit CDU-Parteirichter und sprach sich damals gegen den Parteiausschluß von Martin HOHMANN aus. Hohmanns Verhalten sei "nicht parteischädlich" gewesen.
Aha...naja, irgendwie stimmt das ja. KOCH und KANTHER wurden ja auch nicht rausgeworfen, als sie schwarze (!) Parteispenden als "jüdische Vermächtnisse" (!) deklarierten. Und Herr OETTINGER auch nicht, als er den Marine(hin)richter Filbinger zum Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime umdeutete. Und Frau STEINBACH auch nicht, als sie den Polen die Schuld am Ausbruch des 2. Weltkrieges unterschieben wollte. 
Es spricht Bände, wenn ein Parteirichter ein
derartiges Verhalten als "nicht parteischädlich" einstuft. 
Siebeke veröffentlichte ein BUCH, in dem er Hohmann zum "deutschen Dreyfus" stilisierte. Was für eine Geschichtsklitterung, und was für eine Verhöhnung der Opfer von Judenverfolgungen. Für uns ist das am Rande der Volksverhetzung!
Immer wieder wunderbar, zuzusehen, wie sich politische Brandstifter in die Opferrolle flüchten.

Die Grenzen sind fließend. Und genau DAS ist die Gefahr. Wer mit den Schmuddelkindern spielt, wird dreckig. 

So long

Der Falke




P.S.: Was ist konservativ?

Die Konservativen in Deutschland haben ihre Wurzeln völlig verloren. "Konservativ", das heißt für viele heute nur noch,
  • möglichst alles "Linke" in Bausch und Bogen zu verdammen, ohne auch nur hinzusehen
  • ein Netzwerk zu spinnen, um Kohle zu machen oder gute Jobs zu kriegen
  • der Durchökonomisierung der Gesellschaft Vorschub zu leisten
  • alles Neue erstmal abzulehnen
  • oder man wird nationalistisch-reaktionär und HÄLT sich dann für konservativ. 
Dabei hat gerade der noch heute als konservative Lichtgestalt verehrte Franz-Josef STRAUSS mal gesagt:
"Konservativ sein heißt nicht, nach hinten zu blicken, sondern an der Spitze des Fortschritts zu marschieren!". 
Wird von vielen "Konservativen" noch immer schmerzlich vermißt, 
wenngleich sie sich von ihm mit Lichtgeschwindigkeit entfernen:
Franz-Josef Strauß (1915- 1988) - Bildquelle: spiegel.de (ja, genau die!)

Es ist auch so gar nicht konservativ, die oft als verloren beklagten "Werte" der Durchökonomisierung zu opfern. Ist es nicht so, daß sich ausgerechnet viele heutige "Konservative" beklagen, daß man von vielem nur noch den Preis kennt...aber nicht den Wert? Woran liegt das wohl?

Und schließlich ist erst der ungehemmte Manchester-Kapitalismus der Gründerjahre die Quelle des Sozialismus gewesen. Wer also "konservativ" sein will, sollte durch eine soziale Komponente seines politischen Tuns das Aufkommen des "Sozialismus" verhindern helfen. Statt ihn HERVORZURUFEN. 

Und schließlich ist das Wirtschaftssystem "Soziale Marktwirtschaft", welches eine konservative Regierung in den Nachkriegsjahren in Westdeutschland installiert hat, ein Ausfluß aus dem, was die Arbeiterbewegungen seit Jahrzehnten forderten und "Das Kapital" zu geben bereit war.

Ergo: es geht nur miteinander.

P. P. S.: Und schließlich ist auch "Konservativismus" und "Orthodoxer Islam" kein Widerspruch. Herr RÜTTGERS hat 2005 die Landtagswahlen in NRW mit den Stimmen der konservativ-muslimischen Migranten aus dem Ruhrgebiet gewonnen. Die wollen nämlich eine KONSERVATIVE Partei, die WERTE vermittelt ... und daher ist ihnen das "C" auch egal!
Man muß sich nur mal das ideologische Brett vom Hirn reißen!


P. P. P. S.: Wenn sich ein neuer LASSALLE finden würde, der die so zerstrittene "Gesamtlinke" (konservativ-sozialer Flügel der Grünen, die traditionalistischen Teile der SPD, undogmatisch-pragmatische Teile der Linken, der soziale Flügel der FDP und der Arbeitnehmerflügel der CDU) EINEN würde...Frau MERKEL würde hinweggefegt. 

Wenn das mal passiert...ist das die Verantwortung derer, die sich jetzt landläufig "konservativ" nennen. 


P. P. P. P. S.: Wenn man berücksichtigt, wie weit dieses Denken schon vorgedrungen ist, wäre eine "Aktion Rechtstrend stoppen" wohl angebrachter. Die hunderttausende Plattenkäufer und Konzertbesucher beispielsweise, die nichts dabei finden, wenn sich die Süd-Tiroler Rechtsrocker "Frei.Wild" gleichermaßen vom Rechts- wie vom Linksextremismus distanzieren, und dabei nicht merken, wie hier durch die Hintertür die qualitativen Unterschiede zwischen "rechter" und "linker" Gewalt aufgeweicht werden, machen uns ANGST.





Montag, 5. September 2011

Die rechte Schere steht offen


Warum wählt rechts nicht rechts? Ein flüchtiger Erklärungsversuch.


Ja Servus,

bezugnehmend auf die Wahlergebnisse von Mecklenburg-Vorpommern und den Artikel der Süddeutschen Zeitung
Warum reüssieren die Neu-Rechten Parteien nicht, wenn doch das Potential in der Gesellschaft vorhanden ist? Wo kommt diese Schere her?

Das Potential ist da: Sarrazins Erfolg kommt trotz seiner biologistischen Bezüge aus der Mitte der Gesellschaft. Rassistisches oder zumindest fremdenfeindliches Gedankengut gibt es in allen Parteien: 

- sei es der Ex-CSU-Ministerialdirigent, der in einem Gutachten für seine Burschenschaftler den "Ariernachweis" fordert,
- sei es der Rassismusvorwurf an den Vorstand der Hermsdorfer FDP,
- sei es der hessische CDU-Abgeordnete, der von den Juden als "Tätervolk" sprach,
- oder auch das SPD-Mitglied Sarrazin selbst, das sich beim NS-Chefrassisten bedient, und sich trotzdem als Sozialdemokrat sieht.

Zur NPD müssen wir gar nicht hinsehen, die sind ja offen rassistisch (siehe Pastörs zu Gysi). Das macht sie berechenbar, und damit weitaus ungefährlicher, als sie oft aussehen. Natürlich ist es ärgerlich, dass sie noch vom Steuerzahler alimentiert werden...aber die Anti-Islamdebatte haben sie komplett verpasst, und waren  da immer nur Trittbrettfahrer. Das zeigt, dass sie keinerlei Akzente setzen können. Ihre programmatische Arbeit ist von der gleichen Qualität wie ihre parlamentarische Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern. 

Aber die anderen, die in unserer Mitte, tragen die Maske der Demokraten, und sind in unseren Augen dadurch weitaus gefährlicher. Denn die wir heute noch als verkleidete Rassisten sehen, feiern wir morgen vielleicht schon als "Tabubrecher" und "Kämpfer gegen Denkverbote". Beides Worte, mit denen man Sarrazin schon betitelt hat, seit sein Buch erschien.

"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, 
sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten“ 
(wird Adorno zugeschrieben)

Sicher tragen die Schutzmechanismen gegen Populisten, die in der Verfassung verankert sind, dazu bei, dass bei den Neu-Rechten der zählbare Erfolg erstmal ausbleibt. Die gleichen Mechanismen übrigens, die in der Vergangenheit schon so oft als überflüssig angesehen wurden.

Dazu kommt auch die angesprochene Scheu, als "rechtsextrem" entlarvt zu werden. Daher ist es ja so wichtig, dass man genau hinschaut und hinhört, wer da an der Spitze der Parteien steht, wo er herkommt und was er sagt. Denn da lässt sich oft vieles nachweisen - man muss nur hinhören. Und genau da sehen wir unsere Aufgabe: wir glauben eben nicht, dass jemand ein "Demokrat" ist, der Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer Herkunft einstuft. Und nicht nach dem, was sie denken, sagen oder tun. 

Daher ja die Strategie der Neu-Rechten, eine Art "Kulturrassismus" zu etablieren, der auf den ersten Blick ohne völkische Komponente auskommt. Das Schlagwort vom "Ethnopluralismus", das wir gern mit "Ausländer raus für Gebildete" übersetzen. 

Denn da zeigt sich eine tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung:
Eine neue Elite ist herangewachsen, die die 68er-Ideale ("Links") kritischer sieht oder sogar ablehnt: der konservative "Roll-back" der "Neuen Bürgerlichen", der sich aber nicht so recht Bahn brechen kann...weil längst nicht mehr alle Konservativen automatisch Union wählen. 
Denn auch der Grüne Kretschmann, ein Katholik,  und viele seiner Wähler bezeichnen sich als "konservativ": der Spaltung des "sozialen Lagers" wg. "Agenda 2010" folgt nun die Aufweichung des "konservativen Lagers". Das erzeugt bei den Verbleibenden Unsicherheit. Und Angst.

Dazu kommen die Zukunftsängste und das Bewusstsein, dass nichts mehr so ist wie früher: die Karriere von Vati, der 45 Jahre bei der gleichen Firma war, ist Geschichte. Heute ist "Generation Projekt" und "Generation Praktikum": die Schattenseiten der Globalisierung. 

Dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur Ablehnung alles Neuen ("Europa") und Fremden ("Islam"). Und dann sind die drei Feindbilder komplett: "Links", "Islam" und "Europa".
"Wehe uns, wenn eines Tages die Moscheen brennen......dann wills wieder keiner gewesen sein."  Hagen Rether, am 29.12.2007(!)

So long

Der Falke


Sonntag, 4. September 2011

"DIE FREIHEIT" in der Tradition von Stauffenberg...

...alles klar. Und Superman nimmt ab heute den Bus.

Ja Servus,

was mussten wir denn da bei heise lesen?

Angesichts des gross angekündigten und dann schwach durchgeführten "Anti-Islamisierungskongresses" in Berlin, zu dem auch Geert Wilders anreiste, verkündete Réné Stadtkewitz, Bundesvorsitzender der Partei "DIE FREIHEIT", dass er und seine Mannen sich in der Tradition der Attentäter um Claus Graf Schenk von Stauffenberg sehen. 


Claus Graf Schenk von Stauffenberg, 1907 - 1944

Das ist aus mehreren Gründen derart ungeheuerlich, dass wir darauf eingehen müssen.

Zunächst sei darauf hingewiesen, dass Stauffenbergs Rolle im NS-Staat und auch persönlich weiterhin nicht unumstritten ist. 

Die Stauffenberg-Brüder gehörten in ihrer Jugend  zum elitären"Jüngerkreis" von Stefan George, wo man Gefallen fand an platonischer homosexueller Pädophilie. Man streifte durch die Stadt auf der Jagd nach Knaben, und wenn man "einen rechten Süssen" gefunden hatte, wurde er stolz dem Meister präsentiert. Ausserdem pflegte man den Gedanken an Georges Gedanken eines elitären "geheimen Deutschlands", einer geistigen Elite, welche sich am Hochmittelalter orientierte. 


Der Dichter Stefan George, 1868 - 1933

Zu Beginn der NS-Zeit war Stauffenberg wie viele seiner Mitverschwörer ein Hitler - Verehrer, und ein offener Revisionist. Diese revisionistische Haltung war in Deutschland allerdings sehr verbreitet, was vor allem auf die Bedingungen des Versailler Vertrages zurückgeführt wird.
Stauffenbergs Haltung Hitler gegenüber änderte sich zwar auch wegen des verbrecherischen Charakters des NS-Regimes, aber nicht zuletzt angesichts der drohenden militärischen Niederlage.

Was sich nicht änderte, war Stauffenbergs glühender Nationalismus. Noch bei seiner Hinrichtung deuten seine mutmasslich letzten Worte vom "geheiligten Deutschland" oder "geheimen Deutschland", je nach Quelle, deutlichst darauf hin.
Für seine historische Einordnung ebenfalls bedeutend ist der von Stauffenberg mitverfasste Eid, den sich die Widerständler schworen. Darin ist davon die Rede, dass das Deutsche Volk aus der "...Verschmelzung hellenischer und christlicher [nicht jüdischer, sic!] Ursprünge in germanischem Wesen das abendländische Menschentum..." geschaffen habe. Ausserdem fordert man die "...Anerkennung der naturgegebenen Ränge...", womit vermutlich der Adel gemeint ist, und verachtet die "...Gleichheitslüge...".

Wer so etwas schreibt, ist kein Demokrat, das klingt schon fast nach Wilders'schem Kulturrassismus. Damit wäre ein Bezug von "DIE FREIHEIT" zu Stauffenberg noch am ehesten erklärbar.

Der britische Historiker Richard J. Evans nennt Stauffenberg sogar explizit einen "Anti-Demokraten", und erklärt, er tauge nicht zum Vorbild. 
Nun, auch das muss man einordnen: Stauffenberg war Militär, und kein Staatsmann. Man darf da nicht zuviel erwarten. 

Wer jetzt aber glaubt, wir würden die Taten der Verschwörer des 20. Juli 1944 herabwürdigen, der täuscht sich. Wir demontieren Stauffenberg nicht, ganz im Gegenteil: für Leute wie Stauffenberg, von Tresckow oder Beck muss der Entschluss, gegen Eid und Erziehung ein Attentat auf das Staatsoberhaupt zu verüben, weitaus schwieriger gewesen sein, als es das etwa für einen kommunistischen Attentäter gewesen wäre. Stauffenbergs Dilemma, sich zwischen dem Verrat seines Eides und dem Verrat an seinem Gewissen entscheiden zu müssen, ist hinreichend bekannt. Er hatte die Wahl zwischen Pest und Cholera. Daher gebührt den Verschwörern des 20. Juli 1944 höchste Anerkennung.

Und nun kommt Stadtkewitz daher, und sieht sich in Stauffenbergs Tradition. Das kann ja wohl nicht wahr sein, und wirft eine Menge Fragen auf.
- Gegen wen wollen der biedere Stadtkewitz und sein esoterisch beseelter Stellvertreter Marc Doll denn putschen, wie Stauffenberg es tat? Gegen Angela Merkel wegen ihrer Europa-Politik, die Islamophobiker ja so gern "linksgrün" oder auch "linksfaschistisch" nennen? Ist Angela Merkel für Stadtkewitz etwa das, was Hitler für Stauffenberg war? Oder wie ist das sonst zu verstehen?
- Oder wollen sie was gegen "Deutschlands politische Elite" unternehmen, die "den Islamisierungsprozess verstärkt", wie Herr Stadtkewitz sich in seiner Rede auszudrücken pflegt? Und wie wollen sie ihre Opfer als "politische Elite" erkennen? Machen sie das vielleicht mit der Definition der Roten Khmer, die einfach alle erschossen, die eine Brille trugen?
- Wollen sie wie Stauffenberg eine Bombe verwenden? Oder wie der Osloer Attentäter Schnellfeuergewehre?  
- Haben sie wie Stauffenberg den Eid geschworen, der "das deutsche Volk" als Wurzel der abendländischen Kultur "in germanischem Wesen" sieht? 
- Wen wollen sie denn noch vereinnahmen? Den unsäglichen fundamental-evangelikalen Prophetenjünger "Michael Mannheimer" etwa, der AUCH schon mal zum bewaffneten Widerstand gegen die Regierung aufgerufen hat? Und der von seinem Aufruf bislang kein Wort zurücknahm? 
- Auf Sarrazin berufen sie sich auch? Der aber gegen die Verwendung seines Namens auf Wahlplakaten klagte, der in seinem Buch sinngleich Absätze des NS-"Chefrassisten" Hans F. K. Günther übernahm, und sich dadurch als Rassist outete? Und dessen biologistischen Ansatz Stadtkewitz im Januar 2011 in einer Rede in Düsseldorf übernahm? 
- Warum machen sie sich eigentlich die Arbeit, den "Werterelativismus" zu bemühen? Die Mühe, auf das "Ausländer raus" für Gebildete, den sog. "Ethnopluralismus", abzuzielen? Wenn doch so schon klar ethno-rassistische Aussagen getroffen werden, so dass es des augenscheinlichen "Kulturrassismus" eines Geert Wilders gar nicht bedarf? 
- Und warum nimmt man für die Wahnsinnstaten einiger tausend durchgeknallter hirnamputierter Selbstmordattentäter den gesamten Koran in Sippenhaft, weigert sich aber, den Zusammenhang eigener Tiraden mit dem Pamphlet des Osloer Attentäters anzuerkennen? Und das auch noch am 3. September 2011, und damit nach dem unfassbaren Attentat?
So long

Ein fassungsloser Falke




Montag, 15. August 2011

Kleines Rassistenquiz: "Wer hats gesagt?" (NICHT die Schweizer!)

Ja Servus,

eigentlich waren wir ja im Netz unterwegs wegen eines ganz anderen Themas, stiessen aber dann auf einige Zitate, die uns zu denken gaben. Also machen wir hier mal ein heiteres Zitate-Raten. Aber damit es nicht ZU spannend wird, lösen wir das auch gern sofort auf.

Also: von wem sind jeweils die folgenden Sätze?
- "...[Ich warne vor einer] zunehmenden Verdummung der Bevölkerung, weil sich die sittlich Haltlosen unkontrolliert und die Begabten viel zu selten fortpflanzen."
- "Eine Steigerung der Fortpflanzungsquote ist notwendig für den Volkserhalt."
- "...dass wir als Volk an durchschnittlicher Intelligenz verlieren, wenn die intelligenteren Frauen weniger oder gar keine Kinder zur Welt bringen.“
Wer gern rät, solls gern mal versuchen. Die Lösungen sind ebenso überraschend wie erschreckend, und sind unten angehängt. Und wenn man draufklickt, kann man sie auch lesen.

So long

Der Falke

Und hier sind die Lösungen.


Montag, 8. August 2011

Betr.: Politically Incorrect. Des Rassismus 2. Teil: Herre's Herre(n)rasse

Ja Servus,

mich deucht, die Attentate von Norwegen haben den demokratiefreundlichsten und zutiefst humanistischen HetzBlog "Politically Incorrect" dazu gebracht, sich einen neuen Feind zurechtzulegen (wäre ja fast ein Schuldeingeständnis...).
Der Artikel mit
- der Empörung um einen Nicht-Weissen als neuem Spiderman und
- der wahrscheinlich ernstgemeinten Aufregung, einem afro-amerikanischen Schauspieler (der auch noch einen Musel Moslem spielte!) in einem Robin-Hood-Film eine tragende Rolle zu geben,
war wohl kein Ausrutscher. Man schiesst sich jetzt wohl wirklich auf die Schwarzen ein, übrigens neben Atheisten, Linken, Grünen, Atomkraftgegnern, Klimakritikern und Schwulen. So dass sich auch mancher treue PI-Leser die Augen reibt und sich fragt, ob der eine oder andere Autor vielleicht in seiner Freizeit mit einer weissen Kapuze über dem Kopf herumläuft! Oder auch Artikel für die reaktionär-klerikal verklemmten judenfeindlichen Homophoben von Kreuz.net schreibt, wo man Holocaustleugner wie Martin Humer bejubelt und den Osloer Attentäter "israelhörig" nennt.

Und nachdem im "Spiderman"-Artikel die Schwarzen Amerikas dran waren, nimmt man sich jetzt die Schwarzen Süd-Afrikas vor.

Das Geschwurbel auf den Punkt gebracht:
die Schwarzen sind korrupt, die Weissen sind es nicht, und wenn sie in Süd-Afrika wieder am Ruder wären, ginge es dem Land auch besser. Also: sperrt die Schwarzen in die Townships zurück, dann läuft der Laden schon.
Achja: die Schwarzen Süd-Afrikas brauchen übrigens dringend den PI-Tritt in den Hintern, damit sie sich auch benehmen. Denn:
Zitat: "Man begegnet in Südafrika im Alltag vielen höflichen, hilfsbereiten, netten Schwarzen, solange man sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt." Zitat Ende.
Tacheles:
Es spielt für mich überhaupt keine Rolle, ob es die in diesem "PI-Artikel" aufgezeigten Missstände in Süd-Afrika nun gibt oder nicht. Vielleicht sind die Vorwürfe ja sogar richtig. Vielleicht aber auch nicht. Ist aber auch erstmal egal.

Weil:
Wer so suggeriert, dass die Führungsschicht Süd-Afrikas korrupt ist, weil sie schwarz ist, und die Hautfarbe der Regierenden als Problem präsentiert...der ist ein Rassist. Punkt. Mal gut, dass alle weissen Politiker von Korruption keine Ahnung haben.
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Herr Herre, wie wollen Sie sich DA rauswinden? Zum wiederholten Mal in kurzer Zeit ein Artikel gegen Menschen schwarzer Hautfarbe. Nein...das hat ja mit Rassismus nichts zu tun. Gar nichts. Und um mal ein paar Dinge aufzuzeigen, hier ein paar Aussagen von Herrn Herre:

- "Die Meinungsfreiheit ist mir schon auch sehr wichtig." Ja klar. Nur: WESSEN Meinungsfreiheit? Wohl nur die eigene, was? Gehts eigentlich NOCH totalitärer?
- "Wir haben nicht genug Moderatoren, die sich um den Ansturm kümmern können." Ach! Echt? Seit wann haben Sie denn 60.000 Zugriffe am Tag? Seit gestern? Und: klar, das sind Kommentare der Leser. Man ist ja nie für den Brand verantwortlich, wenn man Feuer legt - Schuld ist immer das Holz! Ausserdem: HIER und HEUTE gehts NICHT um die Leserkommentare...sondern um einen REDAKTIONELLEN BEITRAG!

Meinen sie nicht, das Muslime und Islamwissenschaftler über den Islam viel mehr wissen als Sie, ein Sportlehrer? Der nichtmal arabisch spricht und daher den Koran gar nicht im Original lesen kann? Herr Sarrazin ist ja offenbar zu Deutschlands führendem Statistiker, Humangenetiker und Sozial-Anthropologen mutiert: ist das ein Kennzeichen der Herre(n)rasse, dass man zum Universalgenie geboren ist, und einfach alles kann?

Dass Sie für diese klar rassistischen Beiträge nicht verantwortlich sind, das können Sie einem erzählen, der sich die Hose mit der Kneifzange zumacht, Herr Sportlehrer. Wirklich schade, dass der Stern zum Zeitpunkt des Interviews diese Beiträge gegen Schwarze noch nicht kannte. Sonst wären Sie nicht so wachsweich davongekommen.

So long


Der Falke




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